Kung Fu

Kung Fu der 10 TierstileDas chinesische Kung Fu ist eines der ältesten Kampfkunstsysteme. Es entstand in den buddhistischen Klöstern Chinas zur körperlichen Ertüchtigung der dort lebenden Mönche. “Kung Fu” heißt übersetzt so viel wie “harte Arbeit” oder “jahrelange Übung”. Besondere Merkmale des Kung Fu sind sehr tiefe Körperstellungen, akrobatische Sprungtechniken sowie das Nachempfinden von Tierbewegungen, die als Kampftechnik genutzt werden. Der Bewegungsablauf ist weich und rund, der Körper ist locker, erst am Ende einer Einzeltechnik wird er punktgenau gespannt. Zur Ausübung dieser Bewegungsabläufe ist Muskelkraft nicht die entscheidende Voraussetzung, denn die Kraft, die benötigt und geschult werden soll, ist die innere Kraft, das Chi.

Wie die Übersetzung bereits andeutet ist beim Erlernen dieser herausfordernden Kampfkunst auf Seiten des Schülers Geduld nötig. Damit es gelingen kann, die einzelnen Bewegungen elegant und geschmeidig auszuführen, seinen Körper beherrschen zu lernen und das Reaktionsvermögen zu schulen, muss viel und regelmässig trainiert werden. Das ständige Wiederholen führt zur Selbstdisziplin des Übenden, es trainiert die Ausdauer, den Willen und den Geist. Sofern man mit ganzem Herzen und voller Aufmerksamkeit übt,stellen sich erste Erfolge schon bereits nach den ersten Wochen ein. Man wird spüren, dass der Körper leistungsfähiger, der Geist stärker und damit auch das Selbstbewusstsein im alltäglichen Leben größer wird. Da Kampfkunst immer auch den Willen zum Kämpfen voraussetzt, werden Ehrgeiz und Mut gefordert und Kreativität durch die einzelnen Tierstile gefördert.

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CHI

Jeder Mensch besitzt Chi. Es ist die Kraft oder Energie, ohne die Leben nicht möglich ist. Diese Lebensenergie wird durch Kung-Fu – durch bestimmte Bewegungen und spezielle Atemübungen – erhöht, gelenkt und für den Organismus nutzbar gemacht. Regelmäßiges Kung-Fu Training führt somit automatisch zur Erhöhung von Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden.


Männchen

TIERBEWEGUNGS-STILE

Den ganz speziellen Charakter des Kung-Fu macht die Bewegungsform aus. Die chinesischen Mönche haben sehr früh bei der Entwicklung ihres Stils begonnen, sich bestimmte Angriffs-/ Verteidigungstechniken aus der Tierwelt abzuschauen und weiterzuentwickeln. Zum Beispiel so gelenkig zu sein wie eine Schlange, schnell und kraftvoll wie ein Panther, elegant und zielgenau wie ein Kranich und viele weitere.

Die Tierbewegungen wurden in die Kampfkunst übernommen, jedes einzelne Tier wird in einer zunächst fest vorgegebenen Bewegungsform charakterisiert. Dabei gibt es in der Anwendung als Kampftechnik nahezu keine Grenzen außer der eigenen Körper-Beherrschung sowie das Vertrauen in sich selbst. Vielfalt und Unberechenbarkeit macht diesen Kampfstil sehr effektiv.